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Flüchtlingstag 2022
Beim Namen nennen –
über 48 000 Opfer der Festung Europa

Der Krieg in der Ukraine führt uns erneut vor Augen, wie dramatisch und schlimm es ist, wenn Menschen flüchten müssen. Niemand flüchtet gern – auch nicht aus anderen Kriegsschauplätzen und Konfliktregionen, zum Beispiel aus Afghanistan, Syrien oder Eritrea.

Seit 1993 sind mehr als 48000 Menschen beim Versuch, nach Europa zu flüchten, gestorben. Die meisten sind im Mittelmeer ertrunken. Andere wurden an Grenzübergängen erschossen. Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder und Babys. Für die meisten Flüchtlinge ist Europa eine Festung. An den europäischen Aussengrenzen leben aktuell hunderttausende Menschen in erbärmlichen Verhältnissen und Lagern.

 
 

Veranstaltungsorte

Die Aktion «Beim Namen nennen» findet statt in

Basel, Berlin, Bern, Braunschweig, Chur, Dortmund, Essen, Frankfurt, Genf, Kehl, Lausanne, Luzern, Lörrach, Neuchâtel, St. Gallen, Thun, Zürich

in Kooperation mit UNITED for Intercultural Action – European network against nationalism, racism, fascism and in support of migrants and refugees.

Menschenkette in Bern

Am Palmsonntag bildeten wir in Bern eine Menschenkette von der Dreifaltigkeitskirche zum Bundeshaus. Wir gaben die 10 «Bücher der Erinnerung» mit den 44764 Namen der Menschen, die auf dem Weg nach Europa gestorben sind, von Mensch zu Mensch bis zum Bundeshaus.

 
 

Gedenk-Aktionen

In den verschiedenen Städten fanden öffentliche Lesungen der «List of Deaths» statt. Dazu wurden die Angaben jeder verstorbenen Person auf ein Stück Stoff geschrieben und an einer Installation befestigt.

So bauten wir gemeinsam im Gedenken an die Verstorbenen öffentliche Mahnmale.

 
 
 

Weitere Veranstaltungen

In diversen Städten fanden weitere kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen rund um das Thema Flucht statt: Theater- und Filmaufführungen, Ausstellungen, Gottesdienste, Vorträge, Podiumsgespräche usw.

Mehr Informationen dazu findest du im Programm der einzelnen Städte:
Basel, Bern, Chur, Dortmund, Essen, Genève, Lausanne, Luzern, Neuchâtel, St. Gallen, Thun, Zürich